12. November 2014

Kürbis Krönung oder Kürbis at its best

  
Festhalten Leute: hier kommt das mit Abstand beste Kürbis-Rezept des Universums!
Nichts für kleine Mägen oder Kalorienverächter, sondern für alle, die Kürbis, Käse, den Herbst und das Leben lieben.
Es ist so simpel und so lecker: ihr braucht kleine Hokkaido-Kürbisse (am besten aus dem Bioladen, dort findet ihr am ehesten kleine Kürbisse), für jeden lieben Menschen am Tisch einen. Das ist nämlich das Schöne: jeder hat am Ende einen eigenen Kürbis auf dem Teller.
Diese kleinen Kürbisse werden ausgehöhlt, mit einer Mischung aus reifem Gruyère, Crème double und Knoblauch gefüllt und lange im Ofen geschmort.
Anschließend kann man das weiche Kürbisfleisch mit dem geschmolzenen Käse in aller Ruhe und mit größtem Genuss aus dem Kürbis löffeln, bis nur noch die Hülle steht, während draußen der kalte Herbstwind die letzten Blätter von den Bäumen weht.
Ich verspreche Euch: ihr werdet es lieben. Verwöhnt Eure Liebsten damit, ich finde gerade für Gäste ist es ein tolles Gericht.
Das Rezept ist etwas abgewandelt, im Original ist es von Paul Bocuse, der zusätzlich Brotcroutons in die Kürbisse füllt.
Da ich das nicht so gerne mag, stelle ich, für den der Baguette dazu möchte, etwas Baguette extra auf den Tisch.
Dafür mag ich aber Paul für dieses Rezept umso mehr.
Gefüllter&geschmorter Kürbis oder auch Kürbissuppe nach Paul Bocuse – mein absolutes Herbst-Highlight.






Gefüllter&geschmorter Kürbis (nach Paul Bocuse)


Rezept für 4 Personen


- 4 kleine Hokkaido-Kürbisse
- 300 gr Gruyère
- 3 Zehen frischer Knoblauch
- 400 ml Crème double (wer keine Crème double bekommt, kann auch zu gleichen Teilen  Sahne und Mascarpone mischen)
- 100 ml Sahne
- Salz&Pfeffer


Knoblauchzehen fein hacken und zusammen mit der Crème double und der Sahne in einem Topf erwärmen, 10 Minuten durchziehen lassen und dann mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
Die Kürbisse von außen gut waschen und die Böden der Kürbisse etwas begradigen, damit sie gut stehen (nicht zu viel wegschneiden, damit die Kürbisse am Boden beim Schmoren nicht aufplatzen, sondern nur so viel, dass sie gut stehen).
Am besten setzt man die Kürbisse auf ein tieferes Blech mit genügend Abstand zueinander.
Anschließend den Deckel relativ weit oben abschneiden und mit einem kleinen Löffel die Kerne aus dem Kürbis entfernen.
Gruyère fein reiben und gleichmäßig in die Kürbisse verteilen.
Zum Schluss die Knoblauch-Sahne-Mischung ebenfalls gleichmäßig in die Kürbisse gießen und jedem Kürbis wieder seinen passenden Deckel aufsetzen.
Nun kommen die Kürbisse für ca. 1 ½ Stunden (eventuell etwas mehr, wenn die Kürbisse etwas größer sind) bei 190 Grad Ober- und Unterhitze in den Ofen, bis sie fertig gegart sind. Die Kürbishaut darf ruhig ein wenig dunkel werden und dass oben ein bisschen Käse rausblubbert, ist normal.
Zum Servieren die Kürbisse vorsichtig vom Blech heben und auf Teller setzen. Das funktioniert am besten, wenn man einen dünnen, breiten Pfannenwender vorsichtig unter den Kürbis schiebt, er sollte unten nicht aufplatzen.
Und dann: guten Appetit!








1 Kommentar:

  1. Oh Swan, ein Rezept.... zum Niederknien, mir fehlen die Worte....

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