30. Januar 2016

Burger Deluxe - Winterlicher Burger mit Wildpatty, Rotkohl, Zimtzwiebeln&selbstgemachter Gewürz-Barbecuesauce


Wilde Bürger da draußen, für Euch hab ich heute einen Wild-Burger!
Schon längst und lange überfällig, verblogge ich heute endlich meinen Beitrag zum letzten #Synchronburger auf Instagram. Eine tolle Aktion, bei der viele Blogger zeitgleich ihre Burger 'under construction' zeigen.
Das Thema war winterlich/weihnachtlich und was passt da besser, als ein saftiger Burger mit Wildfleisch!
Das Wildfleisch (halb Wildschein, halb Reh) habe ich selber gewolft (man kann das anstelle eines Fleischwolfs auch mit dem Messer ganz fein und klein hacken), gewürzt und daraus die Patties geformt.
Diese wurden dann auf köstliche Vollkorn-Brioche-Burger-Buns gebettet, zusammen mit einer Preiselbeer-Senf-Mayo, mariniertem Rotkraut, krossem Bacon, geschmorten Zimt-Zwiebeln, gehobeltem Gruyère und selbst-gemachter Barbecue-Gewürzsauce.
Viele einzelne Komponenten und auch viel Arbeit, das kann ich nicht verschweigen, aber der Geschmack des selbstgemachten Wild-Burgers entschädigt komplett.
Gerade jetzt zur Winterzeit kann ich Nachmachen nur empfehlen, meine Testesser waren begeistert.
Dazu gab es ofengeröstete Kartoffeln und Rosenkohl, wobei - ganz ehrlich - eine Beilage nicht unbedingt notwendig ist, sie verblasst eh gegen den Burger :)








Winterlicher Burger im Vollkorn-Brioche-Bun mit Wildpatty, Preiselbeer-Senf-Mayo, mariniertem Rotkraut, Zimtzwiebeln, Bacon, Gruyère und selbstgemachter Wintergewürz-Barbecuesauce


ergibt 9 Burger


für die Vollkorn-Brioche-Buns:

                                                        - 500 gr Dinkel-Vollkorn-Mehl
- 200 ml warmes Wasser
- 4 El Milch
- 35 gr Zucker
- 10 gr Salz
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 80 gr weiche Butter
- 2 Eier
- etwas Sesam


für das Rotkraut:

- ein Viertel von einem Kopf Rotkohl
- 4 EL weißer Balsamico
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Zucker
- 1 Tl Salz
- Pfeffer


für die geschmorten Zimtzwiebeln:

- 5 Zwiebeln
- 1 EL Olivenöl
- 2 EL Zucker
- 4 EL dunkler Balsamico
- 1 Stange Zimt
- eine Prise Salz
- frisch gemahlener Pfeffer


für die Wintergewürz-Barbecuesauce:

- 100 ml Bourbon-Whiskey
- 200 ml Tomatenketchup
- 200 ml Orangensaft
- 120 gr Zucker
- 4 TL Worcestershiresauce
- 2 TL geräuchertes Paprikapulver
- 1 EL Senf
- etwas Salz
- 5 Lorbeerblätter
- 8 Wacholderbeeren


für die Wildpatties:

- 750 gr Rehfleisch aus der Keule
- 750 gr Wildschweinfleisch aus Keule oder Blatt
- 1 große Zwiebel, in sehr feinen Würfeln
- 1 Zehe Knoblauch, gepresst
- 2 Eier
- 80 gr Semmelbrösel
- 10 Wacholderbeeren, in der Küchenmaschine pulverisiert
- 1 1/2 TL Salz
- frischer Pfeffer


für die Preiselbeer-Senf-Mayo:

- 100 gr Mayo
- 1 großen EL Schmand
- 70 gr Preiselbeeren aus dem Glas
- 1 EL Senf
- eine Prise Salz


weitere Zutaten:

- 9 Scheiben Bacon
- 100 gr Gruyère, in dünne Scheiben gehobelt


200 ml warmes (Hand-warm) Wasser mit Milch, Hefe und Zucker mischen und 5 Minuten zur Seite stellen.
Mehl, Butter, Salz, und 1 Ei in eine Rührschüssel geben, das Hefe-Wasser-Gemisch dazu gießen und den Teig 10 Minuten kräftig kneten. Am besten geht das mit einer Küchenmaschine und dem dazugehörigen Knethaken.
Nach dem Kneten den Teig in der Rührschüssel lassen, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort mindestens 1 ½ Stunden gehen lassen, am besten noch länger. Es schadet dem Teig aufgrund des Vollkorns nicht, wenn er 3 Stunden gehen kann.
Anschließend aus dem Teig 9 gleichmäßig große Burger Buns formen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und noch einmal eine Stunde gehen lassen.
Den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden des Ofen stellen.
Ein Ei und etwas Wasser miteinander verquirlen, die Buns damit bestreichen und etwas Sesam auf jedes Brötchen streuen.
Anschließend werden die Burger Buns ca. 17 Minuten im vorgeheizten Ofen gebacken (mittlere Schiene), bis sie goldbraun sind.

Während der Teig geht, wird als erstes das Rotkraut hergestellt, damit es gut durchziehen kann.
Dazu den Rotkohl fein hobeln, mit den restlichen Zutaten mischen, beiseite stellen und gut durchziehen lassen.

Für die Zimtzwiebeln alle Zwiebeln schälen und in halbe dünne Ringe schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelringe darin scharf anbraten. Nach 5 Minuten den Zucker dazugeben und die Zwiebeln karamellisieren lassen, anschließend mit dem Balsamico ablöschen, die Zimtstange dazugeben und die Zwiebeln köcheln lassen, bis sie weich sind und die Flüssigkeit verdampft ist.
Abschließend mit etwas Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

Für die Wintergewürz-Barbecuesauce alle Zutaten in eine Topf geben, gut durchrühren und zum kochen bringen. Die Sauce auf recht hoher Flamme 20 Minuten köcheln lassen. Sie soll richtig eindicken, sollte das nach 20 Minuten noch nicht der Fall sein, weiter kochen. Zum Schluss etwas abkühlen lassen und die Lorbeerblätter und Wacholderbeeren entfernen.

Für die Wildpatties das Fleisch auslösen (falls das noch nicht passiert ist), von Sehnen und grobem Fett befreien und durch den Fleischwolf drehen.
Reh- und Wildschweinfleisch mit den übrigens Zutaten mischen, würzen und sehr gut verkneten.
Die Fleischmasse mit einem Pattie-Former oder mit der Hand zu 9 gleich großen und gleichmäßigen Pattiesformen und kurz ruhen lassen.

Die Preiselbeer-Senf-Mayo durch ordentliches Mischen aller Zutaten herstellen.

Wenn alle Zutaten fertig gestellt sind, zwei große Pfannen auf dem Herd erhitzen und die Baconscheiben darin ohne Öl kross braten.
Die Scheiben anschließend aus den Pfannen heben und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
Nun die Patties in die heißen Pfannen geben und von jeder Seite kräftig braten, bis sie gebräunt und gar sind.

Nun können die Burger angerichtet und gestapelt werden. Ich mache es in folgender Reihenfolge:

Burger-Bun-Boden, etwas Preiselbeer-Senf-Mayo, Rotkraut, Wildpatty, Bacon, Zimtzwiebeln, Barbecuesauce, Gruyère, Preiselbeer-Senf-Mayo, Burger-Bun-Deckel.

Dann kann der Schmaus beginnen, die restliche Barbecuesauce und Preiselbeer-Senf-Mayo stelle ich immer noch mit auf den Tisch.
Guten Appetit!



Kommentare:

  1. ich glaube, ich habe gerade vor dem Bildschirm gesabbert :)
    Das sieht so gut aus und schmeckt sicherlich noch besser. Ich werde dein Rezept demnächst auch mal testen. Dankeschön

    viele Grüße,
    -Swetlana

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    1. Danke liebe Swetlana!
      Es ist zwar schon Arbeit, aber die lohnt sich absolut!
      Viel Spaß beim Nachkochen :)

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